franz reimer // media artist


exhibitions
/ ausstellungen
UNST / in conflict








Manja Ebert / Sarah Mock / Kristina Paustian / Franz Reimer / Maike Zimmermann / Rainer Trakl









13. – 15. März 2015
Studio Mitte Berlin
/ Mauerstraße 81-82 in 10557 Berlin
in conflict ist die erste gemeinsame Ausstellung der KünstlerInnengruppe UNST, die am Freitag den 13. März zur Vernissage auf den beachtenswerten 200 qm des STUDIO MITTE in Berlin eingeladen hat.

Die Ausstellung in conflict versteht sich als Versuchsanordnung, die sehr konkret das Mit- und Gegeneinander medialer künstlerischer Arbeiten in der Ausstellungssituation erforscht. Konflikt ist dem künstlerischen Zusammenspiel heterogener Arbeiten per se eingeschrieben, ist aber zuallererst Teil des inneren und äußeren Zustand des Seins. Er lässt sich zwischen den Erwartungen und der Wirklichkeit wiederfinden, im Verhältnis zwischen dem Individuum und den politischen, wissenschaftlichen und sozialen Systemen, die in den künstlerischen Arbeiten verhandelt werden, und nicht zuletzt im Mit- und Gegeneinander der künstlerischen Positionen an sich. Wie verhalten sich im offenen Miteinander des White Cubes der Weltuntergangsentwurf zur Parade der aufstrebenden Youtube-Stars, der Prozess des Schlafens zum physischen Tod und der Konservierung des letzten Atemzugs in den Medien?

Das Ausstellungskonzept verzichtet bewusst auf die räumlichen Abgrenzung der Arbeiten. in conflict bringt die Vielfalt audiovisueller Situationen in der Medienkunst in ein komponiertes Zusammenspiel. Mittlerweile nostalgische Film- und Diaprojektoren und Schallplattenspieler, das Fernsehen, die Monitore und raumergreifende Beamerprojektionen riskieren in ihrer direkten Konfrontation den Konflikt mit der eigenen wie mit den jeweils anderen künstlerischen Positionen. Die Arbeiten sind in ihrem Abspiel räumlich und zeitlich zueinander komponiert, sie laufen einzeln, sie laufen miteinander und sie machen Pausen. Doch keine Angst vorm dunklen Raum! Schwarze Bildschirme hemmen die Bilderflut und kündigen als Ruhe vom kommenden Sturm. Und das Warten lohnt sich, denn in wiederkehrenden Intervallen beginnen die Arbeiten in einem intensiven orchestralen Zusammenspiel auf alle Sinne der Zuschauer einzuwirken.

The exhibition in conflict sees itself as an experimental set up which investigates interconnecting as well as conflicting characteristics of time based art works in the exhibition situation. The notion of conflict is inherent in the artistic combination of heterogeneous works per se but is first and foremost part of the inner and outer state of being. It is found amongst the difference of expectations and reality, in relation to the individual and political, scientific and social systems, which are explored in the art works and last but not least the artistic positions themselves.

How are an apocalyptic depiction, the parade of emerging Youtube-Stars, the act of sleeping and death and the preservation of a last breath disseminated in the open space of a White Cube? The exhibition concept is deliberately omitting special boundaries and presents the audiovisual works in a freely arranged scope of diverse and composed interactions. They run alone, they run together, they are paused. Nostalgic analogue film and tape recorders, television, monitors and immersive digital projections are risking in their direct confrontation the conflict with its own as well as the other position(s).

„But don‘t be afraid of the dark room!“ Empty screens are putting an end to the flow of images and bear the quietness before the storm. And the waiting is worth the while as the works are restarted by intervening periods in an intensive, orchestral interplay affecting the senses of the viewers anew.





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